Wählt für jede Woche einen Bewegungsmoment mit Vorfreude, zum Beispiel Park-Picknick, Nachtspaziergang mit Taschenlampen, Fahrradtour oder Wohnzimmerdisco. Gebt Kindern rotierende Rollen wie Navigator, DJ oder Erinnerungsfotograf. Ein kleiner Ausblick am Sonntagabend schafft Motivation, während ein Plan B wetterfest bleibt. Fotos und kleine Notizen füllen euer Familienlogbuch mit warmen Erinnerungen.
Kleine Impulse wirken überraschend stark. Treppen statt Aufzug, Zähneputz-Tanz, Froschhüpfen zur Haustür, Walk-and-Talk nach dem Essen. Nutzt Übergänge als Aktivitätsanker und legt Hilfen bereit, etwa Springseil, Ball oder Kreide. Wer Pausen vorleben kann, wirkt ansteckend. Kurze Check-ins mit dem Körper vermitteln Kindern, wie gut frische Luft, Licht und Dehnen tun.
Übergänge sind neuralgische Punkte. Ein visuelles Board mit Reihenfolge hilft, etwa Hausaufgaben, frische Luft, Bildschirmzeit, freies Spiel. Timer und sanfte Signale kündigen Wechsel früh an. Wenn Kinder mitgestalten, steigt Akzeptanz. Kurze Reflexionen im Nachgang machen sichtbar, was gut lief und wo wir nachschärfen. So wird Struktur zum freundlichen Begleiter.
Positive Verstärkung funktioniert, wenn sie Verhalten spiegelt statt zu kaufen. Lobt Anstrengung, Ausdauer und Kooperation konkret. Verbindet Privilegien wie Medienzeit nicht zwingend mit Geld oder Gehorsam, sondern mit Verantwortung, etwa Pflege eines Geräts oder Planung eines Ausflugs. So bleibt Autonomie geschützt, und Kinder erleben Selbstwirksamkeit statt Druck und Handel.